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Meldung:

Elsdorf, 11. Januar 2019
Wir springen einfach mal gemeinsam auf dem Zeitstrahl 15 bis 20 Jahre nach vorne.

Blick voraus: das kann der Rhein-Erft-Kreis im Jahr 2030 sein!

In meiner Haushaltsrede für den Doppelhaushalt des Rhein-Erft-Kreis 2019-2020 habe ich einen Blick in die Zukunft gewagt. Wie kann unsere Heimat aussehen, wenn wir jetzt den Strukturwandel mutig und entschlossen anpacken?



Bereits im Koalitionsvertrag von CDU und FDP auf Landesebene anno 2017 wurde den Kommunen im Rheinischen Revier Hilfe bei der Ausweisung von zusätzlichen Flächen in Aussicht gestellt: „In der Landes- und Regionalplanung werden wir ihnen [gemeint sind die Kommunen im Rheinischen Revier] eine Sonderstellung bei der Ausweisung zusätzlicher Industrie- und Gewerbegebiete zuweisen.“ Dank des überparteilichen Drucks, auch aus dem Rhein-Erft-Kreis, ist dies ist dann im Jahr 2020 im Landesentwicklungsplan (LEP) verbindlich umgesetzt und im Regionalplan 2021 konkretisiert worden. Den Kommunen stehen jetzt schneller Flächen der ehemaligen Tagebaue und der Kraftwerke für die Ansiedlung von Unternehmen und damit für die Schaffung von Arbeitsplätzen zur Verfügung.

Die Heimat der erfolgreichen Energiewende

Der Rhein-Erft-Kreis ist Heimat der erfolgreichen Energiewende geworden und damit weiterhin der Energiekreis Westdeutschlands. Neben den (ehemaligen) Kraftwerksstandorten werden großflächig regenerative Energien gewonnen, in Kerpen wird das größte Windkraftfeld Europas realisiert.

Moderne Speichertechnologien (Batteriespeicher wie z.B. Redox-Flow-Batterien, thermische Speicher wie z.B. Latentwärmespeicher, Power-to-X-Technologien wie z.B. Weiterentwicklung von Elektrolyseuren und Brennstoffzellen etc.) in Kombination mit regenerativen Erzeugungsanlagen aus dem Rhein-Erft-Kreis werden inzwischen europaweit vertrieben und schaffen hier im Revier Arbeitsplätze. Die energieintensiv produzierenden Betriebe im Rheinland verlassen sich auch Mitte der 30er Jahre auf die günstige und verlässliche Energieversorgung aus der Region und konnten die Arbeitsplätze so sichern.

Auf den freiwerdenden Industrieflächen werden in einem nahtlosen, kooperativen Prozess neue Industrieunternehmen angesiedelt. Diese profitieren von der hervorragenden Verkehrsanbindung der Areale, auch über die Schienen der ehemaligen Kohlebahn. Möglich war das nur, weil frühzeitig eine gemeinsame Entwicklungsgesellschaft für den Standort Niederaußem vom Kreis gemeinsam mit der Stadt Bergheim, dem Land NRW und dem Grundstückseigentümer aufgebaut worden war.

Etliche dieser Unternehmen arbeiten daran, die Herausforderungen der Energiewende erfolgreich zu gestalten. Das Land hat früh mit der Förderung des virtuellen Kraftwerks in Elsdorf-Heppendorf einen Grundstein für smarte Energiesteuerung mit Erneuerbaren gelegt. In den vergangenen Jahren sind hieraus reale Produktionsstätten für eine „Infrastruktur Energie Sicherheit Innovation“ (kurz i.E.S.i) gebaut worden. Gemeinsam mit der i.E.S.i Factory hat sich so ein Kompetenzcluster gebildet, das viele neue Industriearbeitsplätze generiert hat. Gemeinsam mit den Forschungseinrichtungen in Jülich und Aachen wird aus dem Rhein-Erft-Kreis heraus Deutschlands wettbewerbsfähige und zuverlässige ökologische Energieversorgung gemanagt und ausgestattet.

Das interkommunale Kompetenzareal „:terra nova“ ist kürzlich ausgebaut worden und um Reserven der ehemaligen LEP-Fläche erweitert worden. Die „Klimahülle“ ist gebaut und beherbergt jetzt einen Experimentierraum für eine closed carbon cycle economy sowie, in Kooperation mit dem Forschungszentrum Jülich, diverse Anwendungsforschung für die Bioökonomie.
Leben im Rhein-Erft-Kreis: bezahlbar und sicher!

Auch ist der Rhein-Erft-Kreis die bezahlbare und sichere Heimat für alle Menschen.

Das vergangene Jahrzehnt hat zu einer weiteren deutlichen Steigerung der Bevölkerung im Rhein-Erft-Kreis geführt. Die seinerzeit vom statistischen Landesamt IT NRW prognostizierte Bevölkerungsentwicklung von rund 37.000 Menschen ist so eingetreten. Inzwischen leben über 500.000 Menschen im Kreis. Dieser Anstieg ist aber durch eine aktive und koordinierte Politik gut gemeistert worden. Die vorhandenen Flächenpotentiale sind klug genutzt worden.
Die kreiseigene Wohnungsbaugesellschaft, an der auch alle Städte beteiligt sind, hat in den letzten Jahren jeweils rund 500 bezahlbare, öffentlich geförderte Wohnungen geschaffen. Viele davon haben die Klimasiedlung als erste Brennstoffzellensiedlung Deutschlands in Bedburg als Blaupause genutzt.  Der Kreis hat damit auch ein Instrument gefunden, die gigantischen Kosten der Unterkunft (KdU), den größten Einzelposten des Kreishaushaltes noch im Jahr 2020 von fast 100 Mio. €, zu halbieren. Daneben hat es private Investitionen in Wohnraum gegeben. So ist es gelungen, dass der Kreis eine gute soziale Mischung aufweist und junge Familien, Ältere oder Alleinerziehende bezahlbare Wohnungen in ihren Heimatorten gefunden haben.

Früh hatten die Städte gemeinsam mit dem Kreis erkannt, wie wichtig auch das subjektive Sicherheitsgefühl für viele Bürgerinnen und Bürger ist. Deshalb wird noch auf Initiative des Landrates Kreuzberg eine Sicherheitspartnerschaft zwischen Kreis und den Städten geschaffen, die sich vorbildlich mit einheitlichem Auftreten um Probleme, wie Brennpunktkontrollen, Lärmbelästigung, abgestellte Schrottautos oder wilde Müllkippen kümmert. Diese Partnerschaft ist ständig ausgebaut worden und heute aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken.



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